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Warum sind Kratzmöbel für alle Katzen so wichtig?

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Kratzmöbel für Katzen sind in einem Katzenhaushalt genauso wichtig wie die Katzentoiletten. Denn Katzen sind von ihrer Verhaltensbiologie her Tiere, die unbedingt täglich kratzen und klettern müssen, um sich psychisch und körperlich wohlzufühlen. 

Je mehr Möglichkeiten durch standsichere Klettermöbel und sonstige katzengerechte Möbel sie in der gesamten Wohnung dafür zur Verfügung haben, umso besser. 

Das gilt insbesondere für reine Wohnungskatzen. Aber auch bei Freigänger-Katzen sollte man (entgegen weitverbreiteter Meinung) nicht auf einen hohen Katzenkletterbaum und ausreichend Kratzmöglichkeiten im Wohnbereich verzichten - zumal Freigänger in den meisten Fällen auch viel Zeit in der Wohnung verbringen (inbesondere bei nass-kaltem Wetter) und daher eine katzengerechte Wohnung vorfinden wollen. 

Außerdem kann man seinen Freigängern damit eine große Freude machen, wenn sie auch drinnen interessante Kratz- und Klettermöglichkeiten zur Verfügung haben.    

Bei der Wohnraumgestaltung ist zu beachten, daß Katzen unbedingt auch hochgelegene Plätze brauchen - entweder als sicheren Rückzugsort vor aufdringlichen Menschen bzw. Haustieren oder einfach deswegen, weil Katzen Beobachtungstiere sind. Sie lieben es, von einem erhöhten Ort aus das Geschehen in ihrem Revier zu beobachten und alles im Blick zu haben. 

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Das tägliche Krallenwetzen ist keine seltsame Macke oder Bösartigkeit der Katze. Sie will ihre Menschen damit auch keineswegs ärgern(!) - obwohl manche Katzenhalter ihren Tieren dies leider unterstellen und ihnen damit vollkommen unrecht tun.

Kratzen entspricht dem gesunden, artspezifischen Katzenverhalten.

Das Kratzen an Möbeln oder sonstigen Gegenständen dient nicht nur der notwendigen Pflege der ständig nachwachsenden Krallen, sondern auch dem Training von Muskulatur und Sehnen.

Vorsicht! Auf weichem Teppichboden können sich Katzenkrallen nicht abnutzen. Werden Sie dann nicht regelmäßig vom Halter gekürzt, besteht die Gefahr des Hängenbleibens in einer Schlinge und des äußerst schmerzhaften Ausreißens einer Kralle!

Hilfreich ist heftiges Kratzen außerdem beim Abbau von Streß oder anderer belastender Gefühle. Daher darf man Katzen dieses Grundbedürfnis auf keinen Fall verwehren - zumal sie sich sonst selber eine Alternative suchen, die dem Halter meistens überhaupt nicht gefällt. Kratzen trägt also zur Erhaltung der Katzengesundheit bei.

Häufig fragen Katzenhalter nach professionellem Rat, wenn Katzen Möbel zerkratzen, ständig die Tapete zerfetzen, die hochwertige Couch beschädigen oder am Vorhang hochklettern. Insbesondere bei jungen Katzen, temperamentvollen, gelangweilten, gestressten oder vernachlässigten Wohnungskatzen ist diese Art von Ersatzbefriedigung als Ventil für angestaute Gefühle oft anzutreffen.

Eine kratzende Katze verhält sich also völlig normal und artgemäß und darf dafür auch niemals bestraft werden!

Mit der leider oft empfohlenen Wasserspritze oder durch lautes Schimpfen läßt sich das Problem für den genervten Halter aber keineswegs lösen. Im Gegenteil.

Stattdessen führen solche aggressiven, strafenden Verhaltensweisen zu Spannungen und einer Erschütterung der kostbaren Vertrauens-Beziehung zwischen Mensch und Katze. Und das möchte sicherlich niemand riskieren. Schließlich soll die Katze die Anwesenheit ihres Menschen nicht als bedrohlich und angstauslösend empfinden, sondern sich in seiner Nähe stets absolut sicher und geborgen fühlen können.

Und man kann eine Katze mit einem scharfen Wasserstrahl in Gesicht/Augen auch verletzen!

Außerdem setzen Katzen das Kratzen als Kommunikationsmittel und zur Reviermarkierung gegenüber Artgenossen ein. Die Kratzspuren insbesondere an senkrechten Gegenständen stellen zugleich eine sichtbare und geruchliche Markierung dar. Denn unter den Katzenpfoten befinden sich kleine Duftdrüsen mit einem einzigartigen, ganz individuellen Duft jeder Katze.

Wenn die Wohnungseinrichtung bei einem Katzenhalter weitgehend unbeschädigt bleiben und auch die Beziehung zur Katze keinen emotionalen Schaden nehmen soll, dann sollte er seiner Katze ein Kratz- und Kletterangebot machen, von dem sie richtig begeistert ist.

Und das kann nur funktionieren, wenn sich der Katzen-Kletterbaum und alle weiteren Katzenkratzmöbel an strategisch richtigen Standorten befinden (insbes. auf dem Weg zwischen Schlafplatz und Katzenklo, zwischen Schlafplatz und Futternapf bzw. Wassernapf sowie direkt neben Haustür und Balkontür) und aus Sicht der Katze(!) wirklich geeignet sind.

Nach meinen Recherchen lassen viele Katzenkletterbäume im Handel leider sehr zu wünschen übrig, was die katzengerechte Bauweise, die Standfestigkeit, Materialauswahl, Verarbeitung und Lebensdauer betrifft. Dies gilt natürlich besonders für die billigen Discounter-Exemplare für um die 100 Euro, die häufig in Fernost produziert werden, eine hohe Giftbelastung und viele andere Mängel aufweisen. (vgl. Ergebnisse von Öko-Test)

COPYRIGHT by Ramona Meißner

 
  
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